Bundesinnungsmeisterin Martina Gralki-Brosch legt Amt nieder 35 Jahre Engagement für das Handwerk
19. März 2026

Die Bundesinnungsmeisterin des Zentralverbandes Schilder und Lichtreklame, Martina Gralki-Brosch, hat ihr Amt mit
sofortiger Wirkung niedergelegt. Damit endet eine 15-jährige Amtszeit an der Spitze des Berufsverbandes sowie mehr
als drei Jahrzehnte berufspolitisches Engagement für das Handwerk.
Die Entscheidung folgte aus persönlichen Gründen, auch um einen Generationenwechsel einzuleiten. Mit ihrem
Rücktritt schließt sich zugleich ein Abschnitt, der die Entwicklung des Gewerks in besonderer Weise geprägt hat. In
ihre Amtszeit fällt insbesondere die Wiedereinführung der Meisterpflicht nach rund zwanzigjähriger Meisterfreiheit –
bis heute ein zentraler Bezugspunkt in der Entwicklung des Gewerks.
Für ihre Verdienste wurde Martina Gralki-Brosch im Jahr 2023 mit dem Handwerkszeichen in Gold ausgezeichnet, der
höchsten Ehrung des deutschen Handwerks. Diese Auszeichnung steht zugleich stellvertretend für ein langjähriges
ehrenamtlichen Engagement, das weit über das übliche Maß hinausgeht.
Über einen Zeitraum von 35 Jahren hat sie Verantwortung im Handwerk übernommen und dabei Familie, einen
eigenen Betrieb und berufspolitischen Ehrenamt miteinander verbunden. Ihr Wirken ist damit nicht nur Ausdruck
persönlicher Einsatzbereitschaft, sondern beispielhaft für das Selbstverständnis des Handwerks insgesamt. Zugleich
steht ihr Weg für eine Entwicklung, die das Gesamthandwerk zunehmend prägt: Frauen übernehmen Verantwortung
und führen selbstverständlich auch an der Spitze von Gewerken, die lange als männerdominiert galten. Der
Zentralverband wird ihr Wirken in dankbarer und positiver Erinnerung behalten.
Die Arbeitsfähigkeit des Zentralverbandes ist uneingeschränkt gewährleistet. Die laufenden Aufgaben und Projekte
werden ohne Einschränkung fortgeführt. Bis zur turnusgemäßen Neuwahl wird der Verband satzungsgemäß durch
den stellvertretenden Bundesinnungsmeister geführt.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, eine spannende Jahreshauptversammlung in Münster liegt hinter uns. Spannende Vorträge, interessante Gespräche und die Nachwahlen in den Vorstand standen auf der Tagesordnung. Für mich ein besonderer Moment – ein Moment der Dankbarkeit, aber auch der Verantwortung. Nach 15 Jahren als stellvertretender Bundesinnungsmeister ist es mir eine große Ehre, nun dieses Amt des Bundesinnungsmeisters übernehmen zu dürfen. Ich danke den Delegierten von Herzen für das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben. Dieses Vertrauen ist für mich nicht nur Auszeichnung, sondern zugleich Verpflichtung gegenüber unserem Handwerk, gegenüber unseren Betrieben – und gegenüber den Menschen, die täglich mit Leidenschaft und Können für Qualität stehen. Ein besonderer und wichtiger Punkt der Dankbarkeit gilt meiner Vorgängerin Martina Gralki Brosch. Sie hat über viele Jahre hinweg mit großem Engagement, Klarheit und Verlässlichkeit die Interessen unseres Gewerks vertreten. Unter ihrer Führung wurden wichtige Weichen gestellt – insbesondere auch in Zeiten, in denen es darum ging, unserem Handwerk politisch Gewicht und Gehör zu verschaffen. Ihr Einsatz für die Stärkung der Meisterpflicht und die Sichtbarkeit unseres Berufsstands verdient höchste Anerkennung. Für diese Leistung sagen wir heute nicht nur Danke, sondern sprechen ihr unseren ausdrücklichen Respekt und unsere Wertschätzung aus. Ein starkes Amt braucht ein starkes Team. Deshalb freue ich mich besonders auf die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit meinen stellvertretenden Bundesinnungsmeistern Manuela Heun-Roth und Tim Rehse. Gemeinsam werden wir die anstehenden Aufgaben mit Engagement, Kompetenz und Geschlossenheit angehen. Unser Handwerk ist stark. Ob Folierung, Schilder oder Lichtwerbung – wir gestalten Sichtbarkeit, wir schaffen Orientierung, wir geben unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft ein Gesicht. Darauf können wir stolz sein. Und genau dieses starke Handwerk braucht eine starke Stimme. Eine Stimme, die für alle einsteht – für kleine und große Betriebe, für erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer ebenso wie für den Nachwuchs. Für Qualität, für Fairness und für Zukunft. Unser Blick ist klar nach vorne gerichtet. Die Themen sind klar: Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und die Stärkung der beruflichen Bildung. Hier werden wir uns mit Nachdruck einbringen. Die Wiedereinführung der Meisterpflicht war ein starkes Signal für unser Handwerk. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen – für Qualität, für Verantwortung und für die Zukunft unseres Gewerks. Ich verstehe mein Amt als Angebot zur Zusammenarbeit. Als Brücke zwischen Innovation und Verantwortung. Und als Stimme für unsere Betriebe – klar, verlässlich und engagiert. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, unser starkes Handwerk weiter sichtbar zu machen junge Menschen für unsere Berufe zu begeistern und geschlossen für die Interessen aller einzustehen Denn nur gemeinsam sind wir stark. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen allen. Lassen Sie uns die Zukunft unseres Handwerks aktiv gestalten. Herzlichen Dank. Ihr Bundesinnungsmeister Frank Berenbrinker









